
Um die Historie der Entwicklung von Tischtennis ist man sich in Fachkreisen nicht ganz einig. Die Engländer und die Inder behaupten, die Urheber von Tischtennis zu sein. Genauer nachvollziehen lässt sich die Entwicklung ab 1891. In diesem Jahr erreichten die ersten Exemplare der heute noch verwendeten Bälle aus Zelluloid England. Und weil man die Tischtennisplatte in der heutigen Form mit all ihrem Zubehör noch nicht kannte, nutzte man die oft groß dimensionierten Esstische und spannte darüber einfach Schnüre. Als Schläger verwendete man Topfdeckel oder Pfannen. Vielleicht hat sich genau deshalb für den Schläger auch die Bezeichnung „Kelle“ eingebürgert.
Doch schon eher muss diesem Spiel gefrönt worden sein, denn das erste Spielset stammt aus dem Jahr 1874 und wurde von einem englischen Major namens Walter Wingfield entwickelt. Allerdings nahm man dafür noch keine Zelluloidbälle, sondern verwendete Kugeln aus Kork oder Varianten aus Gummi, die einen Überzug aus Flanell bekamen. Auch wurde es nicht an einem Esstisch als Ersatz für die heute üblichen
Tischtennisplatten gespielt. Das Spiel fand auf Flächen aus englischem Rasen statt. Es waren letztlich Petrus für England berüchtigten Regen-Launen, die dafür sorgten, dass das Spiel ins Hausinnere verlegt worden ist.
Bis heute haben sich rund um die Tischtennisplatte die verschiedensten Spielvarianten entwickelt. Neben den traditionellen Paarungen zwischen jeweils einem oder zwei Spielern an den Enden des Tischs wird heute aus purer Freude auch Chinesisch gespielt. Dabei wird mit vielen Spielern begonnen. Nach einem Fehler scheidet der Spieler aus und am Ende machen die beiden letzten übrig gebliebenen Spieler den Sieg der Runde unter sich aus.