
In den letzten Jahren haben immer mehr Frauen entdeckt, wie angenehm sich ein
Pashmina Schal tragen lässt. Die großen farbigen Tücher, die es mittlerweile in jedem
Mode Shop zu kaufen gibt, halten die Schultern und den Nacken warm und kleiden dank ihrer leuchtenden Farben außerordentlich gut. Sie sind samtig weich und schmiegen sich gut an die Haut an. Was ist aber ein Pashmina Schal und was macht ihn so besonders?
Pashmina ist zunächst ein ganz besonderes Wollgemisch. Zu einem Teil besteht es nämlich aus exklusiver Kaschmirwolle, die beispielsweise auch in Pullovern oder anderen hochwertigen Kleidungsstücken verarbeitet wird. Zum anderen Teil bestehen sie zudem aus Seide, die dem Pashmina Schal seinen Glanz und seine Glätte verleiht. Das Verhältnis zwischen Wolle und Seide beträgt üblicherweise siebzig Prozent zu dreißig Prozent.
Die Kaschmirwolle wird nach dem üblichen Verfahren aus dem Unterflaum der Kaschmirziege gewonnen. Die wichtigsten Erzeugerländer sind China, die Mongolei, Iran und das mittelasiatische Hochland. Besonders in großen Höhen von mindestens 3000 Metern entwickeln die Ziegen den besonders leichten Flaum, der ihnen im Frühling ausgekämmt wird. Von der Oberwolle – dem sogenannten „Grannen" gereinigt – bildet er den wertvollen Rohstoff der Kaschmirwolle. Sie ist so wertvoll, dass die Zulieferer der großen Produzenten, den Ziegenhirten die Wolle bereits auf den Weiden abkaufen. Jede Ziege liefert dabei etwa 150 Gramm Kaschmir am Tag, ein Viertel der Menge, die für einen Pashmina Schal benötigt wir.
Der Kaschmirwolle wird später noch die Seide zugefügt. Auch die Seide ist ein äußerst exklusiver Stoff. Die Seidenfasern sind die einzigen Endlosfasern, die in der Natur vorkommen. Sie werden von den Raupen des Seidenspinners gebildet, der mit ihnen seinen Kokon umgibt, und in einem äußerst aufwändigen Verfahren gereinigt und geglättet.
Der Aufwand für die Herstellung eines Pashmina Schals lohnt sich aber in jedem Fall. Das weiß jede Frau, die sich schon einmal mit einem gekleidet hat.