
Auf dem stark wachsenden Markt der
Smartphones und auch im Segment der noch jungen Tablet-Computer nimmt die Frage nach dem perfekten Betriebssystem beinahe religiöse Züge an. So punktet das freie Betriebssystem Android durch große Offenheit in Bezug auf den Applikations-Marktplatz und viele Freiheiten für Programmierer und Nutzer. Apple wirft mit iOS allerdings ein konsequent auf Bedienerfreundlichkeit ausgelegtes System dagegen. Der Appstore von iOS wird von Apple stark reglementiert, so dass sich nur Apps nutzen lassen, die Apple zuvor abgesegnet hat. Zudem verdient Apple an jeder verkauften App großzügig mit.
Für
Android in seinen unzähligen Versionen existieren hingegen gänzlich ungefiltert tausende Applikationen aus allen Lebensbereichen. Da Android allerdings auf sehr vielen unterschiedlich ausgestatteten Geräten installiert wird, funktionieren besonders auf schwächeren Geräten eine Vielzahl dieser Apps nicht oder nur unzureichend. Die Vielfalt wird hier schnell zum störenden Faktor, besonders wenn eine Anwendung kostenpflichtig geladen wurde. iOS hingegen findet sich nur auf Mobiltelefonen, MP3-Playern und Tablets von Apple, die Hardwarevielfalt ist daher sehr überschaubar.
Besonders im Bereich der aktuell sehr beliebten Tablets zeigen sich die Unterschiede zwischen Android und iOS sehr stark. Android merkt man in diesem Bereich schnell an, dass es für Smartphones mit kleinerem Display entwickelt wurde. Die Bedienung eines Android-Tablets ist nur in sehr wenigen Fällen vergleichbar komfortabel wie die Handhabung eines iPad mit iOS. Apple konnte dazu die Software besser an die Hardwarevoraussetzungen des iPad anpassen, was sich mit hoher Performance bemerkbar macht. Selbst das Android-Vorzeigetablet, Samsungs Galaxy Tab, fühlt sich nicht ganz so performant an wie das iPad. In Zukunft wird mit Android 3.0 allerdings ein auf Tablets optimiertes Android auf den Markt kommen, Google könnte Android damit unter Umständen sowohl beim Bedienkonfort als auch in der Performance vor iOS positionieren.