
Heute haben Menschen, die ihre Fehlsichtigkeit nicht mit einer Brille ausgleichen wollen, die Wahl zwischen harten und weichen
Kontaktlinsen. Das Charakteristikum hart traf auf
weiche und harte Kontaktlinsen der Kinderzeit zu, als sie noch aus Plexiglas bestanden. Für viele empfindliche Augen, die wenig Tränenflüssigkeit besaßen, waren die harten Kontaktlinsen der frühen Generationen im wahrsten Sinne des Wortes unerträglich. Seit die Technologien rasant fortgeschritten sind und Materialien eingesetzt werden, die relativ biegsam sind, spricht man von formstabilen Linsen in der Unterscheidung zu weichen Linsen.
In der Eingewöhnungszeit können manche Linsenträger formstabile Linsen als Fremdkörper empfinden, auch dass man die kleineren Formstabilen deutlich als Linse auf der Hornhaut erkennen kann, halten manche für ein ästhetisches Hindernis. Im Vergleich decken weiche Linsen die gesamte Hornhaut ab und sind im allgemeinen optimal verträglich. Da sie kaum spürbar fest auf der Hornhaut aufliegen, ist die Gefahr, sie zu verlieren, gering. Die formstabile Linse allerdings ist deutlich widerstandsfähiger gegenüber Umwelteinflüssen, während die weiche Linse, zumal in der wasserspeichernden Ausführung aus Hydrogel, Schmutzpartikeln oder Schadstoffen aus der Luft gegenüber aufnahmebereiter ist, was Reizungen verursachen kann.
Formstabile Linsen können länger getragen werden, ohne dass ein Druckgefühl entsteht, sie sind langlebiger und korrigieren spezielle Formen von Fehlsichtigkeit nachhaltiger. Ihre Pflege ist weniger aufwändig als die von weichen Kontaktlinsen, allerdings sind sie beweglicher als diese und können bei mechanischem Einwirken schneller aus dem Auge fallen.
Bei der Entscheidung, ob man formstabil oder weichen Kontaktlinsen den Vorzug gibt, sollte man sich gut vom Arzt oder Fachmann beraten lassen. Medizinische Indikation, Lebensweise, Vorlieben und Empfindlichkeiten, Vor- und Nachteile sollten gut abgewogen werden.