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In der Kategorie Technik sind insgesamt 54 Artikel eingetragen.

Artikel geschrieben von Nils Demert, veröffentlicht am: Do, 28.01.2010, 11:24
  • Gussbearbeitung in der Gießerei

    http://www.huhag.deBei der Gussbearbeitung spricht man im Allgemeinen auch von einem Umformverfahren. Hierbei werden aus spezifischen Grundstoffen durch Verflüssigung, Formgebung und Aushärten neue Objekte oder Bauteile hergestellt. In der Geschichte der spezialisierten Herstellungsverfahren wird das Gießen als eines der ältesten eingestuft. Die Gussbearbeitung wird besonders im industriellen Umfeld vorrangig dann gewählt, wenn sich andere Verfahren als unökonomisch erwiesen haben. Dies betrifft vorrangig Produktionen in Gießereien mit großen Stückzahlen. Nehme man etwa den Automobilbau als Beispiel, müssen einzelne Komponenten für den Fahrzeugbau in tausendfacher Ausfertigung realisiert werden. Die jeweiligen Werkstücke müssen dabei immer identische Formgebungen und Materialstärken besitzen.

    Speziell für einen derartigen Herstellungsprozess bietet sich die Gussbearbeitung besonders an. Zwar ist die Erstellung einer Gussform in der Gießerei im Regelfall im Vergleich zum letztendlich einzelnen Werkstück sehr kostenintensiv, jedoch lassen sich mit der Form in der Gussbearbeitung sehr viele identische Komponenten herstellen. Das wiederum bedeutet, dass sich die hohen Kosten der Gussform auf den Nutzen, beziehungsweise die Erträge der vielen produzierten Komponenten verteilen lassen.

    Besonders häufig wird die Gussbearbeitung bei sehr komplizierten Bauteilen angewendet. Hierbei müssen unter Umständen Hohlräume oder etwa sehr feine Oberflächenstrukturen realisiert werden. Um diese in immer wieder gleicher Qualität erstellen zu können, wird meist die Gussbearbeitung eingesetzt.

    Eine Gießbearbeitung wird im Regelfall immer in einer hierfür spezialisierten Gießerei ausgeführt. Ein Gießereimechaniker steuert und überwacht die entsprechenden maschinellen Prozesse. Der Entwurf einer Gussform wiederum wird von Ingenieuren vorgenommen. Diese müssen in Zusammenarbeit mit dem Auftraggeber an die geforderten Normen und Vorgaben angepasst werden. Problematisch ist jedoch die Lage der Branche der Gussbearbeitung in Deutschland. Besonders in den vergangenen 10 Jahren verlagerten sich immer mehr spezialisierte Betriebe ins umliegende und auch fernere Ausland. Dies liegt vor allem in den hierzulande vergleichsweise hohen Lohnkosten begründet. In den osteuropäischen, wie auch einigen asiatischen Ländern lohnen sich die teuren Herstellungsprozesse der Gussbearbeitung entsprechend mehr.

    In der Gussbearbeitung kommen grundsätzliche eisenhaltige Metallverbindungen zum Einsatz. Jedoch greift man besonders im Verlauf moderner Leichtstoffbauweise auch auf nichteisenhaltige Legierung, bestehend aus Zinn, Aluminium und Nickel, wie auch Magnesium zurück. Durch Gussbearbeitungen können neben verschiedensten Metallen auch Werkstücke aus Ton, Keramik oder aus Kunststoff erstellt werden. Zunächst erfolgt jedoch bei jeder Gussbearbeitung ein Einschmelzen der Ausgangsmaterialien mittels Schmelzöfen, welche etwa durch Koks, Öl oder Gas, wie auch elektrisch betrieben werden können.

Artikel geschrieben von Nils Demert, veröffentlicht am: Do, 28.01.2010, 11:24



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