
Der ursprünglich als Nebenfunktion gedachte "Short Message Service" erwies sich im Nachhinein als Riesenerfolg und erbrachte den Mobilfunkanbietern den Hauptanteil an Gewinn. Wegen der so häufigen Nutzung des Kunden sind heute bei jedem Anbieter in den Flatrates auch sogenannte SMS-Flatrates möglich, in denen man prinzipiell
kostenlose SMS versenden kann – vorausgesetzt man zahlt den monatlichen Pauschalpreis. Viele derartige Angebote von namhaften Mobilnetzbetreibern werben zudem mit Free SMS, die es auf die eigentliche Flatrate obendrein dazugibt. Doch nicht alles, was nach unbegrenzter Flatrate aussieht, ist auch wirklich eine solche.
Die Angebote, beziehungsweise in deren Verträgen mit dem Anbieter, verstecken sich nicht selten Klauseln, die dem Betreiber erlauben, den Vertrag zu kündigen, wenn eine gewisse Anzahl von SMS überschritten wurde. Das
kostenlose SMS versenden hält damit nicht unbedingt, was es verspricht. Außerdem werden die Free SMS in manchen Fällen schon von dieser Maximalanzahl, die je nach Anbieter bis zu 3.000 Stück umfassen kann, abgezogen. Das vermeintliche Schnäppchen kann sich also im Nachhinein als Falle herausstellen. Denn eine solche Klausel behält sich heute so gut wie jeder Anbieter vor – einfach als Präventionsmaßnahme vor dem allzu großen Verlustgeschäft. In seltenen Fällen dagegen informiert der Betreiber seinen schreibfreudigen Kunden jedoch gar nicht, sondern bucht ab der Maximalanzahl einfach den normal üblichen Preis pro SMS ab – meistens ist der Kunde dann am Monatsende derjenige, der gerne vom Vertrag zurücktreten will.