
Nicht überall auf der Welt wird zur gleichen Zeit Silvester gefeiert, denn die Zeitrechnung im Islam beispielsweise ist eine andere als in der christlichen Welt. Die christliche Zeitrechnung begann im Jahre der Geburt Christi. Die Feier zu Silvester, der Jahreswechsel den wir hier feiern, ist selbstverständlich. Aber wer sich mit
Silvester Geschichte befasst, wird schnell feststellen, dass die wenigsten Menschen wissen, wie dieser Feiertag überhaupt entstanden ist – mit all den damit verbundenen Ritualen. Eigentlich ist Silvester in der christlichen Welt ein Gedenktag – und zwar zu Ehren von Papst Silvester, der im Jahre 335 genau am 31. Dezember starb. Dieser Tag ist nach ihm benannt.
Trotzdem wurde Silvester eher zu einem weltlichen Fest, statt zu einem kirchlichen. Heidnische Bräuche, wie sie noch viele Jahrhunderte nach Papst Silvester üblich waren, verwandelten die Zeit um Silvester in ein einziges, großes Fest, das tagelang gefeiert wurde. Die Kirche versuchte jahrhundertelang gegen diese Bräuche vorzugehen – erfolglos. Im Endeffekt feiern wir heute noch Silvester und viele unserer Bräuche zu Silvester gehen auf die heidnischen Bräuche, aber auch auf die Traditionen der alten, römischen Kultur zurück. Es wird gefeiert, gesungen, getanzt, gelacht, und auch das Feuerwerk um Mitternacht zählt zu diesen überlieferten Bräuchen.