
Wann fühlt man sich heutzutage noch richtig frei? Wie kann ich in unserer unpersönlichen Gesellschaft die Selbstfindung unterbringen? Wieso sitze ich hinter diesem Schreibtisch fest? Dies sind alles Fragestellungen denen manche entgegenwirken indem sie den
Jakobsweg pilgern. Jener beschreibt die Strecke bis zum Grab des Jakobus.
Komiker Hape Kerkeling hat es schließlich auch geschafft. Er ging den Weg vor einigen Jahren und schrieb darüber. Immer mehr Menschen wählen das Pilgern um sich selbst ein Stück näher zu kommen. Es geht vor allem darum dass man etwas für sich selbst tut. Hundert km schüttelt man ja auch nicht einfach mal so aus dem Ärmel. Doch jeder wahre Pilger muss wenigstens diese bewältigen. Wie häufig werden wir von unserem Alltagstrott vereinnahmt? Jene die den Jakobsweg pilgern lösen sich von solchen Problemen. Viele geben sich einem solchen Unterfangen nur einmal im Leben hin. Es muss sich allerdings auch um einiges gekümmert werden bevor man sich auf die Socken macht. Man muss zB früh auf der Arbeit seinen Urlaub eintragen um auch wirklich frei zu bekommen. Flugtickets müssen besorgt werden. Eine Ausrüstung muss gekauft werden. Und natürlich das passende Schuhwerk. Zudem braucht man einen gute sitzenden Rucksack. Vorbereitung ist eben auch beim Pilgern alles.
Man begibt sich auf eine unvergessliche Reise. Wenn wir den Jakobsweg pilgern können wir dies eben nur schwerlich mit einem 0815 Strandurlaub vergleichen. Hier verbringt man auch nicht die ganze Zeit am Hotelpool. Im Zentrum steht eine mehr oder weniger spirituelle Reise ins eigene Innere. Haben wir alles hinter uns gebracht können wir unseren Erfolg genießen. Außerdem kann man noch seinen Enkeln von den Tagen erzählen an denen man Pilgern war. Auch in späteren Lebenslagen werden die Dinge die man gelernt hat noch hilfreich sein. Leider ist dies viel zu oft der unglückliche Fall. Vielleicht trifft man sich ja in nächster Zeit beim Pilgern.